REISEBERICHT:
Malen auf der Insel Symi
 
Symi ist die malerischste Insel Griechenlands - so steht's im Reiseführer - und deshalb Symi machten sich 10 Maler bzw. solche die es noch werden wollen auf den Weg dorthin. Nach einem kurzen Zwischenstop auf Rhodos, der Gelegenheit bot die beeindruckende Altstadt zu besichtigen, setzten wir mit dem Schnellboot nach Symi über. Dort ging's gemütlicher mit dem Kleinbus weiter. Die Schwindelfreien unter uns konnten die wunderbare Aussicht über schroffkarge Berghänge, tiefe Buchten und ferne Inseln in glitzernder See genießen. Die anderen beteten schon mal der Ankunft im Kloster Panormitis entgegen, wo wir Unterkunft in den Pilgerherbergen fanden.

Auf den schattigen Klosterstufen begann unsere Malkarriere. Spätestens am Nachmittag auf der Spitze einer Landzunge wurde dann allen klar, dass die Malerei unter freiem Himmel eine echte Herausforderung darstellt. Es war ein Kampf mit dem Motiv, der Sonne und dem Wind. Symi Sonnenhüte und bereits fertig gestellte Kunstwerke konnten in letzter Sekunde vor dem davon Segeln gerettet werden. Die Folgen der Sonne zeigten sich erst am nächsten Tag. Gegen Sonnenbrand halfen hier (bei innerer Anwendung) Uzo und Metaxa, die künftig auch vorbeugend eingenommen wurden.

 
Die symiotischen Katzen dagegen hielten mehr auf unser Aquarellwasser. Eine trank sogar einen ganzen Napf leer - was bei den geringen Niederschlagsmengen dann auch nicht verwundert

. Wegen der Pilgerströme, die zu Pfingsten mit Verpflegung, Mobiliar und Ziegen über das Kloster hereinbrachen, mussten wir die Herbergen räumen und mit dem nun entleerten Schiff Panormitis verlassen. Den nächsten Tag verbrachten wir in Pedi, einem friedlichen Fischerort in einer stillen Bucht, deren Ruhe auf uns und unsere Bilder abstrahlte.

Der malerische Hauptort und Hafen Symi auf der gleichnamigen Insel mit seinen Symi Bilderbuch-Hausfassaden an den Berghängen, Kirchtürmen und Windmühlen hatte wohl die meisten Motive zu bieten und stellte die letzte und größte Herausforderung an unser künstlerisches Schaffen.

Am Ende der viel zu kurzen Malreise organisierten wir unsere eigene (und für die meisten auch erste) Vernissage in unserem netten kleinen Hotel. Interessenten, die nicht anwesend sein konnten, können im Symi Anzeiger vom Juli 2006 hierüber nachlesen.

Die vielen Anregungen und Tipps, die so manchem Bild auf die Sprünge halfen, verdanken wir unserer Kursleiterin Marie-Hélène Hettler-Desrue, die unsere Reise fachlich aber auch mit viel Witz und echtem französischem Esprit begleitete.

Sigrid Erlebach

 
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