Am Donnerstag, 12.Juli startete unser Flugzeug von Straßburg nach Paris, Flughafen Orly, um
nach einem 4 stündigen Aufenthalt weiter nach Lannion zu fliegen. Dort wurden wir mit
dem Bus zum Hotel gefahren. Unterwegs bewunderten wir bereits die herrlichen, farbenprächtigen
Hortensienhecken
an den bretonischen Häusern und die schöne Landschaft entlang des Meeres.
Unser Hotel lag oberhalb des Ortes an einem Hang, umgeben von einem großen,
gepflegten Garten,
der zum Malen anregte. Unsere Zimmer boten eine herrliche Aussicht
auf das Meer und die Felsen.
Inzwischen waren auch die motorisierten Teilnehmer aus Hamburg , Mosbach/Baden und
Dortmund eingetroffen. Bei einem gemeinsamen Begrüßungsaperitif hatten wir die Möglichkeit,
uns schon etwas näher kennenzulernen. Unsere Kursleiterin Marie-Hélène H-Desrue gab
uns Malhungrigen ihr Programm bekannt. Wir konnten es kaum erwarten, den Stift und Pinsel
zu schwingen.
Am Freitagmorgen trafen wir uns zur ersten Lagebesprechung in einer angemieteten Halle,
die sich in der Nähe des Hotels befand und als Schutz bei Regen dienen sollte, ehe
es hinaus in die Natur ging. Das Thema Landschaft stand im Vordergrund und sollte in
verschiedenen Techniken (Schwerpunkt Aquarell, Tusche, Ölkreiden oder einfache Bleistiftskizzen)
umgesetzt werden. Nichts wie raus, war die Devise, denn die Sonne lachte vom Himmel. Wir malten
in der näheren Umgebung. Wer wollte, konnte sich mittags in einer kleinen Créperie, die wir
fast jeden Tag aufsuchten , stärken. Muscheln und feine Crêpes wurden von uns bevorzugt, ehe
es wieder mit Elan an die Arbeit ging. Jeder suchte sich ein ideales Plätzchen und vertiefte sich
in sein Motiv.
Am französischen Nationalfeiertag fuhren wir gleich morgens nach dem Frühstück mit dem Bus
zum Hafen nach Perros-Guirec ,
um von dort aus mit einem kleinen Schiff entlang der 7 Inseln,
einem Naturschutzgebiet, zu schippern. Wir konnten die Rosa Granitküste mit ihren einzigartigen
Felsskulpturen bewundern, sowie Robben und viele verschiedene Vogelarten auf den kleinen Inseln
beobachten. Ein kurzer Aufenthalt auf einer der Inseln reichte gerade für ein paar kleine Skizzen,
ehe es wieder zurück in Richtung Hafen ging. Von dort marschierten entlang der Granitfelsen und
konnten es kaum erwarten, noch einige Bilder zu malen. Pinsel, Wasser und Farbe waren stets
unsere Begleiter.
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Als wir abends im Hotel ankamen, war der Maltag noch lange nicht zu Ende. Bevor wir uns zum
Abendessen "herausputzten", sah man unsere Gruppe genüsslich bei einem Glas Sekt oder Cidre über
den Bildern sitzen, den wunderschönen Tag Revue passierend.
Die nächsten Tage verbrachten wir wieder in der näheren Umgebung, ein ausgiebiger Spaziergang
führte uns zu einem kleinen See dem" Etang de Boisriou ", der so versteckt in einem Waldgebiet
lag, dass wir Mühe hatten, ihn zu finden. Leider fing es plötzlich stark an zu nieseln. Der See
lag im Dunst und bot eine gespenstische Atmosphäre. Gemalt wurde trotzdem, die gute Laune blieb
erhalten.
Auf dem Rückweg kauften wir noch den Bäckerladen ein, übrigens der einige Laden in diesem
Ort, fast leer, der sicherlich durch uns das Geschäft seines Lebens machte.
Am letzten Maltag schien morgens wunderbar die Sonne am wolkenlosen Himmel, das Meer leuchtete
in vielen verschiedenen Farben. Wir beschlossen, eine kleine Wanderung entlang der Buchten zum
nächsten Ort nach Port Blanc zu unternehmen. Natürlich wurden zwischendurch Malpausen eingelegt,
um Wolken oder Felsen zu malen. Die Aussicht auf das Meer war fantastisch.
Der Weg am Strand
entlang (GR 34) war teilweise recht steinig und schwer zu begehen, nicht jeder von uns hatte
passendes Schuhwerk an. Nichtsdestotrotz sind wir gut gelaunt in Port Blanc angekommen, wo
wir eine kleine Pause in einem Restaurant einlegten und natürlich malten, diesmal Boote. Ein
kleiner Regenschauer hielt uns nicht davon ab, zusammen zurückzulaufen- zu schön war die
Aussicht auf das Meer!
Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir nach dem Essen im Hotelfoyer. Unsere Kursleiterin
überraschte uns mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Jeder erhielt einen kleinen, von ihr bim
letzten Ausflug gesammelten Stein. Auf diesem hatte sie jedem einen kleinen Spruch gewidmet.
Leider ging unsere Reise viel zu schnell zu Ende. Der Abschied von der Gruppe fiel uns allen
schwer. Ein großes Dankeschön an Marie H., für ihre gute Vorbereitung und Organisation ,
für ihre Ausdauer und Geduld mit uns Malenden.
Diese Reise wird uns unvergesslich bleiben.
Gaby Jungk
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